Ein bisschen wie schweben

04. Juli 2012 (MOZ Märkischer Markt, Jens Rümmler)

Mittags läuten noch die Prieroser Kirchglocken, nach dem Radstart surrt nur noch ein leiser Motor. Bei der Tour mit einem E-Bike erleben Pedalritter ein ganz neues Radelgefühl. Eine gute Gelegenheit, erstmals mit Motor und Akku in Fahrt zu kommen, ist die Strecke von Prieros (Dahme-Seengebiet) nach Bad Saarow (Seenland Oder-Spree) und zurück. Die Tour zwischen Storkower See und Scharmützelsee ist fast identisch mit dem Rundkurs „Adler trifft Zander“, an dessen Wegesrand Wirte frischen Fisch aus den umliegenden Gewässern auftischen.

Eins vorweg: Elektrisch Radeln durch die Mark ist ein bisschen wie schweben.Andauernd denke ich: Da schiebt doch einer. Auf den ersten Kilometern genießen Radler Waldlichtungen, verstreute Gehöfte und vor allem: Ruhe! Hinterm Wolziger See erhebt sich der Kolberg. Im Niemandsland zwischen den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oder-Spree radeln wir auf Alleen, die mit ihrem Baumdach grünen Naturtunneln ähneln.

In den „Köllnitzer Fischerstuben“ oder dem gegenüberliegenden „Aalhof“ könnte kurz vor Groß Schauen die erste Rast stattfinden. Hier informiert auch eine neue Ausstellung über Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen. Aber wir sind ja erst eine knappe halbe Stunde unterwegs. Ein paar Minuten später erreichen wir Storkow, wo ein Abstecher auf die Burg oder ins Radkuriositätenmuseum lohnt. Schnell steht fest: Das E-Bike ist keinesfalls eine Erfindung für Senioren. Alltagsradler erhöhen mit dem Gefährt vielmehr ihren Aktionsradius. „Wir erschließen Distanzen, die für uns bislang außer Reichweite lagen“, so eine Urlauberin, die mit Familie unterwegs ist.

Was dabei auffällt: Über weite Strecken benötigt unsere Radlertruppe den zuschaltbaren Motor gar nicht. Auch ohne leistungsstarken Antrieb sausen wir locker durch Ostbrandenburg. Die einfach zu händelnden Gefährte haben überschaubare sieben Gänge.

Eine weitere Stippvisite lohnt im Storkower Strandbad, wo Betreiber Dirk Nusse täglich Gäste empfängt. Doch wir „schweben“ weiter durch die Mark, sehen Dahmsdorf, Wendisch-Rietz und Bad Saarow. Die Tour führt meist über gut ausgebaute Radwege oder wenig befahrene Landstraßen. An vielen Standorten können Radler und E-Biker Zwischenstopps an Badewiesen einlegen oder sich in Wirtshäusern stärken. Bei zwei Anstiegen vor und hinter Reichenwalde muss unser Motor dann wirklich beweisen, was er drauf hat. Doch trotz heftigem Gegenwind sitzen wir wie eine Eins auf unseren Elektrorädern und ernten manch ungläubigen Blick. Am Ende benötigten wir für die etwa 65 Kilometer lange Strecke (mit ausgiebigen Pausen) gute fünf Stunden. Dank Motor blieben auch Kinder und Gelegenheitsradler nie zurück.

Unser Prieroser Radverleiher – Helge Krause von „Dahmerad“ – ist einer von 15 Anbietern des E-Bike-Netzwerks „Sonne auf Rädern“ (www.sonne-auf-raedern.de ). Die Einweisung dauert keine zehn Minuten und ist leicht verständlich. Die Akkus haben – je nach Unterstützungsmodus – eine Reichweite von bis zu 80 Kilometer. Weil sich bei Tempo 25 der Hilfsmotor ausschaltet, wird auch kein Helm benötigt

Den kompletten Beitrag und 2 Fotos finden Sie hier.

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19.04.2021 - Genießen im Oderbruch

Der Erlenhof im Oderbruch hat sich bei seinen Gästen einen besonders guten Ruf erarbeitet. Seit vielen Jahren aktiver Teil des Netzwerkes Sonne auf Rädern, kommt in seiner Nachbarschaft eine weitere touristische Perle hinzu. Ganz herzlich begrüßen wir als neuen Vermieter Radler’s Hof, der sich direkt am Oder-Neiße-Radweg befindet.

 

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