Radeln mit Kraftreserve

25./26. April 2012 (Märkischer Markt, Thomas Berger)

Jeder, der schon einmal radelnd in Familie unterwegs war, kennt solche Szenen. Der ältere Sohn ist meilenweit voraus, während das jüngere Geschwisterkind schon seit einer ganzen Weile quengelt, weil es kaum mehr hinterherkommt. Doch nun gibt es eine Lösung:

E-Bikes eröffnen neben anderen Vorteilen auch ein harmonischeres Vorankommen in einer Radwanderergruppe, wo die persönliche Leistungsfähigkeit sehr unterschiedlich sein kann. Die Elektrofahrräder sind mächtig im Kommen, 2011 lag der Absatz bundesweit bei 310 000 Stück, Tendenz weiter steigend, sagt Helge Krause, Marketingchef beim Projektverbund „Sonne auf Rädern“. DieserVerbund, im Ursprung bereits eine Kooperation der Hönower Jugendwerkstatt vor allem mit dem Fahrradhof Altlandsberg, bildet mit weiteren Partnern ein Netzwerk, um das Thema E-Bike in der ganzen Region voranzubringen. „Dafür gilt es jetzt Bewusstsein zu schaffen wie vor 15 Jahren für den Radtourismus generell“, sagt Ellen Rußig, Geschäftsführerin Tourismusverband Seenland Oder-Spree.

Von Bad Freienwalde im Norden bis Neuzelle im Süden, von Altlandsberg über Buckow bis Neuhardenberg und bis Wendisch Rietz soll es bis Ende des Jahres 20 Verleihstationen geben. 100 E-Bikes werden dafür in Kooperation mit dem Hersteller Hercules angeschafft, so Detlef Grabsch, Mitinitiator und Koordinator von „Sonne auf Rädern“. Die erste Lieferung von 50 Stück ist unlängst erfolgt. Drei Exemplare beispielsweise bietet seit wenigen Tagen das Bad Freienwalder Hotel „Eduardshof“ an. „Unsere Gäste sind ganz begeistert von dem völlig neuen Gefühl der Fortbewegung“, berichtet Inhaber Georg Wagner von den ersten Erfahrungen. „Man kommt doppelt so gut voran wie sonst. Damit wächst das Umfeld, das sich per Fahrrad erkunden lässt.“ Erhebungen oder Gegenwind sind mit dem E-Bike in der Tat keinerlei Problem mehr, bekräftigen auch Krause und Grabsch. Denn wo der normale Radler in solchen Fällen verstärkt strampeln muss, wird bei den Elektrorädern einfach der Motor als Kraftreserve genutzt. „Das ist dann wieder Genussradeln, man ist nicht mehr auf die Anstrengung fixiert“, so Krause. Die Hilfstechnik arbeitet mit 36 Volt/8 Ampere, bei 25 Stundenkilometern regle der Motor automatisch ab. Die Kraftaddition lässt sich über insgesamt zwölf Stufen bedarfsgerecht einsetzen, zu jedem Grundmodus gibt es noch Feineinstellungen. Unter anderem davon sei die Reichweite abhängig, erklärte Krause bei der Schnuppertour, die der Projektverbund vor wenigen Tagen von Altlandsberg über Strausberg bis nach Buckow organisiert hatte. Der Durchschnitt liege bei 50 bis 70 km, im Maximalfall nach knapp 100 Kilometern muss der Akku wieder ans Netz. Das Aufladen dauere im Schnelllademodus gerade einmal zwei Stunden. Mit von der Partei im Verbund ist nicht nur die Arbeitsinitiative Letschin für den Oder-Neiße-Radweg. Ein Knotenpunkt zur weiteren Vernetzung liegt zudem knapp „außerhalb“ in Prieros (Dahme-Spreewald), wo es wiederum zum Dahme-Radweg geht.

Der vollständige Artikel kann hier auf Seite 7 nachgelesen werden.

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19.04.2021 - Genießen im Oderbruch

Der Erlenhof im Oderbruch hat sich bei seinen Gästen einen besonders guten Ruf erarbeitet. Seit vielen Jahren aktiver Teil des Netzwerkes Sonne auf Rädern, kommt in seiner Nachbarschaft eine weitere touristische Perle hinzu. Ganz herzlich begrüßen wir als neuen Vermieter Radler’s Hof, der sich direkt am Oder-Neiße-Radweg befindet.

 

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