Mit Rückenwind das Bruch erkunden

12. April 2015 (Märkische Online Zeitung Redaktion Seelow, RITA SEYFERT) 
 
"Und wie weit komme ich damit?", ist die häufigste Frage von E-Bike-Novizen. Damit sie nicht schieben müssen, falls unterwegs der Strom ausgeht, bringt der Tourismusverband eine Broschüre mit allen Ladestationen in Märkisch-Oderland und dem Seenland Oder-Spree heraus. 
 
"Mit modernen Akkus können unter optimalen Bedingungen Reichweiten jenseits der hundert Kilometer zurückgelegt werden", sagt Wolfgang Mielitz, Inhaber vom Fahrradhandel in der Berliner Straße in Seelow. Doch solche Angaben sind relativ, denn die Bedingungen seien selten optimal und die Reichweite auch eine Frage des Fahrstils, sagt er. 
 
Ein einfacher Sachverhalt: Wer weniger in die Pedalen tritt, beansprucht den Motor mehr. Und je mehr Energie im Akku gespeichert werden kann, umso weiter kommt man theoretisch mit dem E-Bike. Wer ein E-Bike mit einem möglichst großen Energiespeicher erwerben möchte, dem bieten die Wattstunden des Akkus einen Orientierungspunkt und ein Vergleichsmaß für die Reichweite. "Sind die nicht angegeben, lassen die sich leicht errechnen, indem man die Voltstärke mit den Amperestunden multipliziert", weiß Wolfgang Mielitz. 
 
So haben Akkus mit einer Leistung von hundert Wattstunden eine Reichweite von etwa 25 Kilometern. Moderne Batterien im mittleren Segment verfügen heute schon über die vierfache Leistung. "Hundert Kilometer wird aber niemand so einfach runter bügeln", ist der Fahrradhändler überzeugt. An so weite Distanzen müsse sich der Hintern nach der kalten Jahrezeit erst gewöhnen. 
 
Nichtsdestotrotz, das E-Bike ist für viele Naturfreunde und Touristen eine Option. Die Gründe liegen auf der Hand: Geräuschlos und mit einem Lächeln im Gesicht legen die Radler lange Strecken und Steigungen in Geschwindigkeiten bis zu 25 Kilometern pro Stunde zurück. Und das auch mit Beladung oder Anhänger. 
 
Gerade ältere Menschen sind von der verbesserten Mobilität überzeugt. Viele seiner Kunden würden sich lange Strecken mit einem herkömmlichen Drahtesel nicht mehr zutrauen, sagt Wolfgang Mielitz. Wer körperlich nicht mehr ganz so fit ist, für den ist der Akku ein Rettungsanker. Der elektrische Motor, der sich jederzeit zuschalten lässt, wenn die Muskelkraft nachlässt, bietet eine Garantie, dass man selbst bei Gegenwind wieder nach Hause kommt ohne sich zu sehr abstrampeln zu müssen. Denn wenn die Witterung umschlägt und beispielsweise ein Sturm hereinbricht, schaltet man einfach den Akku an. 
 
Angelika Voigt, Leiterin der Tourist-Information Seelow, die seit 2013 im Rahmen des Kooperationsprojektes "Sonne auf Rädern" mit Unterstützung der Sewoba zwei Elektrofahrräder vermietet, bestätigt den neuen Trend. "Vor allem die 50-plus interessieren sich für E-Bikes", sagt sie. Erst gestern habe sich ein Paar für das Wochenende angemeldet. Die beiden hätten in Erwägung gezogen, sich privat ein E-Bike zu kaufen. Vorher wollten sie es aber testen. Immerhin, die elektrischen Zweiräder kosten ab eintausend Euro. Die Leihgebühren in der Tourist-Information liegen deutlich drunter. Dort zahlen Kunden pro Stunde sieben und für einen ganzen Tag 20 Euro. 
 
Neu seit diesem Jahr sind die Ladestationen. "Die Radler sollen Strom zapfen können, wenn sie im Bruch unterwegs sind", sagt Angelika Voigt. Mehr als 80 Hotels, Gaststätten und Tourist-Informationen bieten den kostenlosen Service an. Das Verzeichnis des Tourismusverbandes kommt Ende April raus. 
 

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