Per E-Bike durch die Biosphäre

15.Juni.2014 (MOZ, Redaktion Eberswalde, VIOLA PETERSSON) 

"Sonne auf Rädern" - unter diesem Motto will die Biosphäre gemeinsam mit Partnern und lokalen Akteuren ein System zur Förderung der Elektromobilität aufbauen. Dabei geht es zunächst um den Radtourismus und E-Bikes. 
 
Das Konzept ist bereits preisgekrönt. Mit der Idee vom "Null-Emissionen-Mobilitäts-Netzwerk" gewann das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin nämlich jüngst beim bundesweiten Wettbewerb, organisiert u. a. von Europarc Deutschland, um innovative Beiträge zum Klimaschutz. Das Projekt überzeugte - trotz des etwas sperrigen Titels - die Jury. Als Siegprämie erhielt die Biosphäre 12 000 Euro. Dieses Preisgeld fließt nun - zumindest zum Teil - in die Umsetzung. "Unsere Vision ist, dass die Besucher in 20 Jahren nicht mehr per Auto mit Verbrennungsmotor anreisen, sondern per Fahrrad, E-Bike oder mit der Bahn." So umriss Martin Flade, Leiter der Biosphäre, am Freitag bei der Vorstellung des Projektes das Anliegen. 
 
Für die Realisierung des Konzeptes sei ein "Vier-Stufen-Plan" entwickelt worden, führte Mitarbeiter Uwe Graumann aus. Vier Stufen für vier "Fahrzeugklassen": E-Bikes, Autos, Busse/Lieferfahrzeuge sowie Brennstoffzellen-Pkw. Zunächst einmal ginge es also um die Sparte E-Bike. Zielgruppe seien folglich die Touristen. "Wir wollen E-Bike-freundliche Region werden", lautete die klare Botschaft. Dazu soll ein System von Ausleih- und Ladestationen aufgebaut werden. Nein, bei Null fange man keineswegs an, wie die Vertreter der Biosphäre sogleich deutlich machten. Zum einen gebe es bereits einige Standorte in Barnim und Uckermark, zum anderen habe sich mit "Sonne auf Rädern", einst im Osten Berlins gestartet, bereits ein Netzwerk in Brandenburg etabliert. "Wir müssen das Rad ja nicht neu erfinden", so Graumann. Die Biosphäre sattelt gewissermaßen auf. 
 
In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) werden derzeit modellhaft zwei E-Bike-Ports entwickelt. Ladestationen, die mit Solarstrom betrieben werden. Denn: Sinn des Projektes sei natürlich, die Elektromobilität, gespeist aus regenerativen Energien, zu befördern, wie Flade betonte. Für eine derartige Ladestation, so rechnete der Vertreter der DGS vor, reiche ein Solarmodul (Photovoltaik) mit der Größe von einem Quadratmeter aus. Damit könnten 141 kWh im Jahr "geerntet" werden. Diese Leistung reiche für knapp 300 "Vollladungen" aus. Bei 200 Besuchern im Jahr und einer 50-prozentigen Ladung entstünden dem Betreiber bzw. Eigentümer der Ladestation also Stromkosten von sieben Euro/Jahr (ohne Photovoltaik, bei "normalem" Strom wären es gut 13 Euro). 
 
Für Steffen Branding, Chef der Firma Chorona und Inhaber des Bahnhofs Chorin, steht schon jetzt fest: "Der Nutzen ist um ein Vielfaches höher. Denn wenn der elektromobile Gast sich richtig willkommen fühlt, wird er seine Reise gern auch häufiger in unsere Region lenken und uns weiterempfehlen." Branding ist überzeugt: "1000 Ladestationen sollten für unsere Region kein Problem sein." Es werden an allen Wohnungsobjekten, die Chorona in Eberswalde unterhält, entsprechende Möglichkeiten für die Mieter schaffen, kündigte er an. Am Mieterbüro an der Friedrich-Ebert-Straße soll eine öffentliche Ladestation installiert werden. Auf diese Weise wären schon mal zehn Prozent der "Miete" drin, also um die 100 Stationen. Am Bahnhof Chorin, wo das Unternehmen seit Längerem einen Fahrradverleih (u. a. mit 150 Fahrrädern und sechs Pedelecs) betreibt, gehöre eine Ladestation bereits zu Ausstattung. Weshalb Branding denn auch als einer der Ersten die Plakette mit dem Logo "Akku laden? Gerne!" erhielt. Dieses Piktogramm soll künftig dem Urlauber und Ausflügler signalisieren: Hier gibt es Strom - und zwar kostenfrei. Hier darf "nachgeladen" werden. Zu bereits bestehenden Standorten gehören ebenso Joachimsthal (u. a. mit der Fahrradpension), Angermünde und Warnitz. 
 
Nicht nur Gaststätten, Hotels und Bahnhöfe können sich der Aktion anschließen. Auch Geschäfte, Betriebe oder etwa Arztpraxen seien eingeladen, so die Initiatoren. "Viele touristische Anbieter wollen mitmachen", bestätigte Sabine Grassow von der Barnimer WITO. Das Interesse sei groß. Im neuen Reisemagazin werde man dann die teilnehmenden Akteure kennzeichnen. 
 
Weitere Informationen: www.sonne-auf-raedern.de 
 

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